Fashion Revolution Week Leipzig – Drei lokale Design Heroes

Wenn es zum Statement wird sein Shirt auf links zu tragen, das eingenähte Markenlabel in die Frontkamera des Smartphones zu halten, es auf Instagram hochzuladen und zu fragen: „Who made my clothes?“, dann ist es wieder soweit: die Fashion Revolution Week beginnt und hält auch in Leipzig vielfältige Events bereit!

Sarah Stiller Fashion Revolution Week
Sarah trägt ihr Shirt auf links..

Who made my clothes? – Wer produziert meine Kleidung?

2013 stürzte das neunstöckige Gebäude Rana Plaza in Dhaka, Bangladesch ein. Neben Banken und Geschäften waren im Rana Plaza fünf Textilfabriken untergebracht, die für international bekannte Modemarken produzierten, so zum Beispiel Benetton, Mango und Primark. Obwohl die ArbeiterInnen bereits Monate im Vorfeld ihrem Management regelmäßig von markanten Rissen in den Gebäudemauern berichteten, wurden sie dazu aufgefordert trotzdem darin weiterzuarbeiten. Am 24. April 2013 verloren so 1.127 Menschen ihr Leben.

Dieses dramatische Ereignisse ist nur der Gipfel des Eisbergs, wenn es um Produktions – und Arbeitsverhältnisse in der Modewelt geht, aber es bildete den Auftakt zur Fashion Revolution Bewegung, die mittlerweile um die ganze Welt geht. Seit 2014 wird der 24. April, der Jahrestag des Unglücks, zum Anlass genommen, um Aktionen, Kampagnen, Diskussionen und Veranstaltungen in den Fokus zu rücken, welche sich für mehr Transparenz und Verantwortung in der Modebranche stark machen.

Fashion Revolution Week Leipzig
Dreht Eure Shirts auf links und findet heraus wer Eure Klamotten gemacht hat!

Auch Leipzig widmet sich jedes Jahr der Fashion Revolution Week und so finden Ende April zahlreiche Events statt. Außerdem gibt es viele spannende Designer, die es sich lohnt auf dem Schirm zu haben.

Drei Fair Fashion Labels aus Leipzig

„Buy less, choose well, make it last.“

Um es mit Vivienne Westwoods Worten zu halten: es wird  Zeit sich an die eigene Nase zu fassen und seinen Konsum kontinuierlich im Auge zu behalten. Natürlich erliegen auch wir öfters dem ein oder anderen Fast Fashion Teilchen, dabei hat Leipzig in Sachen Fair Fashion einiges zu bieten! Wir stellen Euch drei spannende Labels kurz und knapp vor:

Maria Seifert

Seit 2010 gibt es das Label MARIA SEIFERT COLLECTION, ein nachhaltiges Fair Fashion Label für Frauen. Für Designerin Maria Seifert steht die Arbeit mit hochwertigen Materialien sowie mit GOTS zertifizierten Stoffen im Mittelpunkt. Sie setzt ihren Schwerpunkt auf eine ausgefeilte Basiskollektion, abgerundet durch saisonalen Höhepunkte. Ihre entworfene Mode ist alltagstauglich, feminin, puristisch und perfekt kombinierbar. Stattet ihr doch mal einen Besuch in ihrem Ladenatelier auf der Kirschbergstraße 17 ab!

Fair Fashion aus Leipzig von Maria Seifert.
Fair Fashion aus Leipzig von Maria Seifert.

Megalomania

Auf der Suche nach coolen und nachhaltigen Accessoires kommt man an Sophie Döhler nicht vorbei. Egal ob Smartphone Hülle, Rucksack, Bauchtasche – Sophie stellt aus Kork und Jute It Pieces in limitierter Auflage her. Das Label Megalomania gibt es seit 2015 und steht für transparentes, nachhaltiges und für jeden verfügbares Design. Ein Großteil ihrer Entwürfe stehen als Open Design auf ihrer Website online. Besucht sie doch mal in ihrem Atelier und Pop Up Store Studio Farn auf der Josephstraße 32.

Fair Fashion aus Leipzig - Megalomania
Rucksäcke aus Kork von Megalomania.

 Luxaa

Anfang des Jahres bezog das Label Luxaa seinen Showroom auf der Könneritzstraße 68. Vor ein paar Jahren haben wir bereits über die Anfänge von Luxaa in Halle berichtet und freuen uns sehr über den Neuzugang in Leipzig. Designerin Anne Trautwein legt großen Wert auf die Verwendung nachhaltiger, zertifizierter und recycelbarer Rohstoffe. Sie setzt auf puristisches Design aus innovativen Materialien, so zum Beispiel dem eigens entwickelten und patentieren Tyvek® Garn. Der Garn lässt sich zu 100% recyceln und ist vollständig bio-kompatibel.

Designerin Anne Trautwein von luxaa in ihrem neuen Store in Leipzig.
Designerin Anne Trautwein von luxaa in ihrem neuen Store in Leipzig.

„Oma sagt: Auch aus Krümeln wird mal ein Brot!“

Omis wissen bekanntlich immer am besten Bescheid, sind es doch die kleinen Schritte, die Stück für Stück für Veränderung sorgen. Seinen Konsum zu überdenken ist nicht nur ressourcenseitig wertvoll, sondern schont auch den Geldbeutel. Kleidungsstücke zu tauschen oder Second Hand zu erwerben, verschafft uns wieder mehr Individualität im Kleiderschrank. Lokale Designer zu unterstützen, füllt das Karmapunktekonto immens. Los geht´s!

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Fragt man Sarah nach einem Lesetipp, steht sie am nächsten Tag mit einem ganzen Stapel ihrer Lieblingsbücher vor der Tür und hat zu jedem eine persönliche Geschichte parat. Ihre besten Schmökertipps teilt sie in ihrer LAYERS Buchkolumne, die ihr euch wahlweise auch von Sarah vorlesen lassen könnt.

3 Kommentare

  1. Tobi

    Yeah, gestern noch Werbung für „Weekday“, heute „Fashion Revolution“. Ein bisschen schizophren, oder? Wes Brot ich ess, des Lied ich sing…
    Aber hey, es gab doch Zimtschnecken!

    • Franzi

      Hey Tobi,

      warum dürfen wir nicht über beides berichten? Natürlich ist Weekday kein 100% Sustainable Label, aber dafür eines der wenigen großen, das sich überhaupt öffentlich zu Themen wie Nachhaltigkeit, Ressourcenverbrauch und Arbeitsbedigungen äußert. Weekday hält sich an eigens auferlegte strikte Richtlinien, arbeitet mit NPOs wie WWF zusammen und hat sich für die nächsten Jahre öffentlich Ziele gesetzt. Kannst du alles auch in unserem Beitrag über Weekday oder auf der Weekday Homepage nachlesen.

      Liebe Grüße
      Franzi

  2. Flo

    Hey Tobi, bevor du hier rumpöbelst, lies dir vielleicht erstmal den Blogeintrag über Weekday, vor allem den letzten Abaschnitt komplett durch. Vielleicht solltest du besser mal eine Zimtschnecke essen und dich in die Sonne setzen.

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